Auftakt „Katechismus auf dem Weg“ mit vielen Menschen und Ehrengästen

Schwalmstadt – Ziegenhain (hko) – „Die Konfirmation ist Hessens Geschenk an die Welt – darauf können wir stolz sein und dies als einen Beitrag zum Reformationsjubiläum fröhlich feiern“, erklärte Bischof Dr. Martin Hein am Heimatort der Konfirmation in Ziegenhain zur Eröffnung der Aktion „Katechismus auf dem Weg“.

Mit einem großen Festakt wurde ein 21 Kilometer langer Pilgerweg mit fünf Stationen zu den Themen: Taufe, Abendmahl, Zehn Gebote, Vaterunser und Glaubensbekenntnis eröffnet.

Gut 400 Menschen kamen um, begleitet von Posaunenklängen der Posaunenchöre des Kirchenkreises, feierlich den Start auf dem historischen Paradeplatz in Ziegenhain zu begehen. Der Initiator dieses Pilgerweges zum Jubiläumsjahr der Konfirmation, Dekan Christian Wachter freute sich über die große Teilnahme und begrüßte Ehrengäste aus Kirche und Politik.

Landrat Martin Neupärtl betonte mit stolz auf seine Region, dass die Schwalm mit der Ziegenhainer Zuchtordnung ein Vorreiter in Glaubensfragen für Deutschland und Europa gewesen sei.

Als Vertreter der Hessischen Justizvollzugsanstalt, die im Ziegenhainer Schloss untergebracht ist, sprach Wilfried Porada. Er erinnerte daran, dass es im Strafvollzug das Ziel sei, Menschen für das Zusammenleben in der Gemeinschaft zu erziehen, so wie auch damals vor 475 Jahren die Erziehung der Gesellschaft aus dem Glauben heraus das Thema jener Kirchenordnung war, die durch 10 führende hessische Theologen im Rittersaal des Schlosses ratifiziert wurde.

Der Bürgermeister der Stadt erinnerte an den historischen Zusammenhang zwischen der Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung und der Festung Ziegenhain, die im gleichen Jahr erbaut worden war. In seinem Grußwort verwies Bürgermeister Dr. Gerald Näser, auf die sowohl in kirchlicher und als auch politischer Hinsicht bedeutende Historie der Stadt. Er lud die versammelten Gäste zu einem großen Fest am 11. Mai im Rahmen des 475. Jubiläumsjahres der historischen Wasserfestung ein.

Auf die Verbindung der schon bestehenden Pilgerwege im Rotkäppchenland wies Heidrun Englisch vom Tourismusverband der Region hin. Die Idee eines begehbaren Katechismus beeindrucke sie sehr.

Bischof Dr. Martin Hein konstatierte, dass der Glaube nach evangelischem Verständnis ein Geschenk sei. Der Katechismus ist die Gebrauchsanweisung dazu“, Das Lernen mit allen Sinnen in Gestalt eines christlichen Themen-Parks, komme auch durch die englischen Begriffe zu den Symbolen zum Ausdruck: Trust. Belong. Listen. Be. Believe. – Vertraue. Nimm teil. Hör zu. Sei du. Glaube. Das sei ganz elementar, so Hein.

Zur Auftaktveranstaltung schmückten die Begriffe mit den Symbolen zu den fünf Hauptstücken des Katechismus die Schlosskirche. In einem musikalischen Gottesdienst „am Ende eines wunderbaren Tages“, beendete Prälatin Marita Natt die Auftaktveranstaltung.

Das Credo von Antonin Dvorak aus der Messe in D-Dur erklang schwungvoll im Walzertakt dargeboten von der Kantorei.

Die Prälatin erinnerte in ihrem Gottesdienst an die Zeit des Kirchenkampfs im Dritten Reich. Damals wurde das Glaubensbekenntnis der Christen gleichsam zu einem Bekenntnis gegen die Nazikultur und für die Würde des Menschen. Die eindrückliche Predigt endete mit den Worten, die in die größte Glocke der Ziegenhainer Schlosskirche eingeprägt sind: „Lass uns im Glauben, Herr, stets sein / so fest und treu wie Ziegenhain.“

Text und Fotos: Heike Knauff-Oliver

BU:

- Hunderte Menschen versammelten sich auf dem Paradeplatz vor der Ziegenhainer Schlosskirche um

die feierliche Eröffnung des Katechismuspfades mitzuerleben.

- Taufversprechen teilte Junia Auel (elf Jahre alt) aus – da griff auch der Bischof gerne zu (Hintergrund

Schlosskirche mit dem Symbol des Vaterunser)

- Der Dekan des Kirchenkreises, Dr. Helmut Umbach kam als Vertreter des Evangelischen Forums und

in Begleitung seines katholischen Amtsbruders, Dechant Jörg Stefan Schütz, Fritzlar.

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