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Ist Jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur;  
das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5,17

Was ist die Taufe?

Martin Luther sagt: „Sie ist das Wasser in Gottes Gebot gefasst und mit Gottes Wort verbunden.“ Ich verstehe das so: Im Sakrament wird das unsichtbare Wort Gottes mit einem sichtbaren Zeichen verbunden und so erfahrbar. 

Was gibt oder nützt die Taufe?

Martin Luther sagt: „Sie wirkt Vergebung der Sünden, erlöst vom Tode und Teufel und gibt die ewige Seligkeit allen, die darauf vertrauen.“

Ich verstehe das so: Vergebung der Sünden erlebe ich, wenn mir nach einem Streit Gemeinschaft wieder möglich wird. In der Taufe wurde mir die Gemeinschaft mit Gott zugesprochen. Ich lebe also nicht im Streit, sondern im Frieden mit Gott. Ich bin in Christus getauft und darf mich ein  „Kind Gottes“ nennen. Ich gehöre durch die Taufe zur „Gemeinschaft der Heiligen“.  

Wie kann Wasser solch große Dinge tun?

Martin Luther sagt: „Wasser tut’s freilich nicht, sondern das Wort Gottes, das mit und bei dem Wasser ist, und der Glaube, der diesem Wort Gottes im Wasser vertraut.“

Mir fällt an dieser Stelle auf, dass neben dem sichtbaren Zeichen und dem Zuspruch Gottes nun auch mein Glaube gefragt ist. Ein Mensch, dem zugesagt ist, dass er ein Kind Gottes sei,  der braucht Erfahrungen, die ihm darin helfen, der Zusage Gottes Glauben zu schenken und  ihr zu vertrauen. Die wesentliche Aufgabe der ganzen christlichen Gemeinde ist es, die Getauften im Glauben, das heißt im Vertrauen auf Gott zu stärken. Das geschieht im Gottesdienst, im Besuchsdienst, im Unterricht sowie in allen Gruppen und Kreisen, die  in der Gemeinde im Geist Jesu Christi zusammenkommen. 

Was bedeutet denn solch Wassertaufen?

Martin Luther sagt: „Es bedeutet, dass der alte Adam in uns durch tägliche Reue und Buße soll ersäuft werden und sterben mit allen Sünden und bösen Lüsten; und wiederum täglich herauskommen und auferstehen ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinheit vor Gott ewiglich lebe.“

Ein starkes Bild benutzt Luther mit der Rede vom „alten Adam“. Mir ist wichtig, dass ich mich selbst immer wieder neu befrage: „Was bedeutet es für mich in dieser oder jener Lebenssituation, dass ich ein Kind Gottes bin?“ 

 

In Niedergrenzebach entsteht die Station zur Taufe. Auf der Wiese neben der Kirche wird ein historisches Taufbecken errichtet, wie es in Palästina und im Mittelmeerraum verbreitet war.

Das Becken ist über einen Weg in Form des Ichtys-Fisches erreichbar. Drei Stufen führen hinab ins Taufbecken – auf der gegenüberliegenden Seite führen drei Stufen wieder hinauf.

Eine Wasserrinne symbolisiert den natürlichen Zufluss des Wassers. Dieses kann bei Bedarf, z. B. bei Taufen oder Tauferinnerungsfeiern, über einen Wasseranschluss in das Becken geleitet werden.

Das Taufbecken wird ähnlich dem historischen Taufbecken in Ephesus aussehen, das von Mitgliedern des Kirchspiels im April 2006 auf einer Bildungsreise in der Türkei besichtigt wurde:

Fotokollage Taufbecken Türkei und Kirche Niedergrenzebach

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