Wenn der Enkel mit der Oma pilgern geht

Für Jung und Alt gibt es auf dem Katechismuspfad gemeinsam viel zu entdecken und lernen

erschienen im Kasseler Sonntagsblatt

oma-enkelZiegenhain. Auch der Regen konnte sie nicht aufhalten. Schon zum zweiten Mal sind sie auf dem Katechismuspfad rund um Ziegenhain fröhlich plaudernd unterwegs – von einer Stationskirche zur anderen.

Ein ungewöhnliches Paar und das Schweigen beim Pilgern fällt ihnen offensichtlich schwer. Genau 60 Jahre ist der Altersunterschied. Hier in den grünen Schwalmauen gibt es viel zu sehen, zu riechen und zu hören – alle Sinne werden angesprochen.

Die fünf Stationskirchen mit den Katechismus-Schwerpunkthemen: Abendmahl, Vaterunser, Zehn Gebote, Taufe und Glaubensbekenntnis bieten auch jede Menge Gesprächsstoff. Und da ist es gut für das 13jährige Stadtkind Ben, eine erfahrene Frau an seiner Seite zu haben, die viel weiß und viel erklären kann. Sie kennt sich in der Natur, aber auch in Kirchensachen aus, denn Oma Inge lebt auf dem Land und war 20 Jahre als Lektorin in Kirchen von Kurhessen-Waldeck tätig. 

Gemeinsam einen Tag lang zu pilgern und den Katechismus auf praktische Weise zu erfahren, hat sie ihrem Enkel zum Geburtstag geschenkt. Ein ungewöhnliches Geschenk für einen Teenager, wo diese doch eher auf Handys, Computer, Fernsehen oder Unternehmungen mit Gleichaltrigen stehen – sollte man meinen.

Aber Ben hat sich gefreut und war gleich dabei, als es um einen Termin ging und seine Freunde fanden es cool. „Wir haben ein tolles Verhältnis“, sagt Oma Inge stolz und bewundert gleichzeitig, dass Ben eine solche Strecke mitläuft und so interessiert ist.

Ganze 7,5 Kilometer sind zwischen Treysa und Loshausen zu bewältigen von insgesamt 21 Kilometern. „Es ist spannender als ich dachte – das sind ja nicht nur Kirchen sondern jede Kirche hat ein Motto – ich kannte Kirchen nur für Gottesdienst“, erklärt Ben.

Dass man in der Kirche auch essen darf, fand er klasse. Die beiden Bilder dazu in der Abendmahlskirche in Treysa fand er besonders beeindruckend. Beim Vaterunser in der Stationskirche Loshausen gibt den beiden einiges zu rätseln. Nicht alle 20 Sprachen waren bekannt. Das Beduinenzelt in der Kirche in Trutzhain bietet Möglichkeit für eine Verschnaufpause und sich mit den Zehn Geboten auseinanderzusetzen.

Beim Taufbecken in Niedergrenzebach kann man sich gut vorstellen, wie in der Antike getauft wurde. Technisches Verständnis ist in der Schlosskirche Ziegenhain gefragt. Hier kann Ben der Oma zeigen, wie Eindrücke und Er- fahrungen direkt ins Internet eingegeben werden können.

Heike Knauff-Oliver

 

Trackback von deiner Website.

Kommentieren

Kontakt

Dekanat des Kirchenkreises Ziegenhain
Paradeplatz 3
34613 Schwalmstadt-Ziegenhain

Tel.: (06691) 6055 
Fax: (06691) 50216 
eMail: dekanat.ziegenhain@ekkw.de
Internet: www.ekkw.de/ziegenhain   

Zum Impressum